Thema: Finanzsyndikat auf Raubzug | Veröffentlicht: 07.08.2012 | Aktualisiert: 10.08.2012

EIN SCHWARZER SCHWAN | DER LIBOR SKANDAL UND SEINE FOLGEN

Euro Libor Die Black Swann Theorie verweist auf ein Ereignis, dass große Auswirkungen hat, die eine schwere Belastung darstellen und zwar über den Bereich normaler Erwartungen hinaus. Ein Schwarzer Schwan ist schwierig vorauszusagen und eigentlich eher selten, so die Definition von Wikipedia. Beispielhaft gilt 9/11 als ein typisches Schwarzer Schwan Ereignis.

Meiner Meinung nach ist der Libor-Skandal, von dem man schon des längerem nichts mehr hört, ein echter Black Swann Event für die Finanzindustrie. Er wird von der deutschen Presse totgeschwiegen, in den USA ist das anders. Wenn das Rechtssystem in den Staaten noch einigermassen funktionieren sollte, dann wird dieser Skandal noch zu großen Verwerfungen im Finanzsystem führen.

Was ist der Libor?

Der Libor ist quasi das Herzstück des Kreditsektors und Derivatehandels. Er ist der täglich festgelegte Referenzzinssatz, der an jedem Arbeitstag um elf Uhr Londoner Zeit fixiert wird.

Es handelt sich um Zinssätze, welche die wichtigsten international tätigen Banken der British Bankers´Association festlegen, zu denen sie am Markt Gelder von anderen Banken aufnehmen, beziehungsweise angeboten bekommen.

One Dollar Libor-Zinsen sind Angebotszinsen und die Grundlage für eine große Anzahl an Finanzmarktgeschäften.

British Bankers´AssociationLogo der British Bankers´Association in London.

Von der Manipulation dieser Zinssätze betroffen sind vor allem Staaten, Unternehmer, Investoren und alle, die Hypotheken auf ihren Immobilien haben, also auch Prvatpersonen.

Der Libor Skandal

Bei diesem Libor-Skandal geht es um die Aufdeckung der Manipulationen und Betrügereien am Referenzzinssatz des Interbankengeschäftes der drei Bankster-Hauptquartiere in den Vereinigte Staaten, in England und Westeuropa. Der mit Barclays und Lloyds (London) beginnende Skandal hat inzwischen auch die Deutsche Bank (Frankfurt), die Citibank und JP Morgan (New York) erfasst. Das auch die großen Notenbanken US-Fed, die Bank of England und die EZB direkt darin verwickelt sind, zeigt die Korruption im gesamte Finanz- und Geldsystem.

Der von den Manipulationen betroffene Markt ist gigantisch, es handelt sich um eine atemberaubende Schuldensumme von 370 Billionen Dollar weltweit. Auf die Täter, inzwischen wird von mindestens 20 Banken weltweit ausgegangen, wird ein gewaltiger Tsunami von Klagen zurollen. Laut Insidern soll die bis jetzt ermittelte Schadenssumme, entgegen den meisten Aussagen der Mainstreammedien, etwa 1 Billion Dollar betragen.

Die Finanzkriminalität des Bankenkartell

Deshalb wird das Thema Libor auch nicht verschwinden, obwohl es von der Presse zur Zeit totgeschwiegen wird. Der Schwarze Schwan hat sich auf eine der größten Jauchegruben der Finanzmafia gesetzt und wird dafür sorgen, dass sich der Skandal auf das bis ins Mark korrupte System ausweiten wird. Sollten die kriminellen Libor-Geheimabsprachen durch die strafrechtliche Verfolgung auch nur im Ansatz aufgedeckt werden, dann wird man sich auch auf alles andere stürzen, was sich an verseuchtem Papiermüll in den gefälschten Bilanzen der Bankster finden lässt.

Durch die staatsanwaltlichen Untersuchungen werden die vielen kriminellen Machenschaften im westlichen Bankenkartell und der westlichen Machtstruktur aufgedeckt. Es wird massenhaft Finanzkriminalität freilegt werden und die Korruption wird an die Oberfläche kommen. Die Kriminalität der Betrüger wird für jeden ersichtlich werden und das auf eine Art und Weise, die dem System möglicherweise sogar tödlichen Schaden zufügen könnte.

Die gefälschten Bilanzen der Bankster

Der Betrug der Banken am Libor wurde in erster Linie begangen um Gewinne zu maximieren und Liquiditätsprobleme zu verschleiern. In einem Artikel der Financial Times Deutschland vom August wird sogar behauptet, dass der Libor schon seit Jahrzehnten manipuliert wird.

Dieses falsche Spiel scheint also schon seit längerem Teil eines faschistischen Geschäftsmodells des Bankensystems zu sein. Der Schwarze Schwan, der nun direkt im Zentrum dieser zum Himmel stinkenden Jauchegrube sitzt, wird auch die schwere Insolvenz innerhalb des US-Großbankensystems aufdecken. Diese ist nur deshalb noch nicht zu Vorschein gekommen, weil sie durch gewaltigen Bilanzierungsbetrug bewältigt und versteckt werden konnte.

Vom US-Kongress genehmigter Bilanzbetrug

Im April 2009 verabschiedete der US-Kongress ein Gesetz, um die neuen Regelungen des Financial Accounting Standards Board abzusegnen, die diesen Bilanz-Betrug überhaupt erst ermöglichten. Die Großbanken nutzten dieses Gesetz um ihre vergifteten Anlagen in ihren Bilanzen frei nach Wunsch zu bewerten. Sie machten sich daran, für viele der wertlose Anlagen einfach den ursprünglichen Buchwert anzusetzen.

Das gilt für Hypothekenanleihen, wertlose besicherte Anleiheobligationen und viele andere Wunder des Financial Engineering, die von der Abrisstruppe der Wall Street erdacht und umgesetzt wurden. Im Rahmen der Offenlegung und Sichtung von Dokumenten für die Libor-Untersuchungen werden hoffentlich auch die Methoden des Financial Accounting Standards Board und die Vertuschung von schwerer Insolvenz der Bankenzombies aufgedeckt.

Tresor leer Raubzug der Banken auf das Gold ihrer Kunden

Ans Licht kommen werden auch die unglaublichen Raubzüge der Banken auf die Goldkonten ihrer Kunden, die von den Medien noch unter der Decke gehalten werden.

Ein Goldkonto ist einfach erklärt: Man geht zur Bank, kauft ein Kilo Gold und weil man so viel Gold nicht einfach Zuhause rumliegen lassen will, läßt man den Barren bei der Bank. Von dieser bekommt man dann einen Zettel auf dem steht, dass der Kilobarren mit der Nummer soundso im Tresor liegt und die Bank verspricht dem Kunden, dass er ihn jederzeit abholen kann.

Nun konnten die Großbanken aber nicht ihre gierigen Finger von den Gold- und Silberbarren lassen, die in ihren Tresoren unbenutzt herumlagen. Man hat die Goldkonten der Kunden ausgeplündert und deren Barren einfach weiterverliehen, damit sie auf dem offenen Markt verkauft werden konnten. Mit diesem Diebstahl wurde eine weitere, schwer kriminelle Manipulation finanziert, denn durch den Verkauf dieser geklauten Barren konnten die Gold- und Silberpreise unnatürlich niedrig gehalten werden.

Das Kartell kämpft mit der Manipulation der Edelmetallpreise an einer ihrer wichtigsten Fronten, denn würden sie die Preise von Gold und Silber nicht nach unten drücken, könnte ja jeder den tatsächlichen Verfall der Währungen am Gold- und Silberpreis erkennen.

Der Betrug ist aufgeflogen

Herausgekommen ist dieser weitere Betrug unter anderem durch Egon von Greyerz, einem der Manager von “Matterhorn Asset Management AG”. Er gab bekannt, dass seine Fondsinvestoren ihre Goldbarren erst mit großen Verspätungen aus ihren Goldkonten geliefert bekamen.

Das Gold musste von der Bank erst besorgt werden, der einstmals gekaufte Goldbarren war nicht mehr da. Dafür sprach auch, dass die Nummern der Barren nicht mehr mit denen auf den Zetteln der Kunden übereinstimmten. Zudem wiesen die Stempel der gelieferten Goldbarren ein deutlich jüngeres Datum aus, als die ursprünglich eingelagerten.

Der Enthüllungsprozess ist schon am Laufen, in der Schweiz gibt es dahingehend schon die ersten großen Gerichtsverfahren. Jim Willie, von “The Golden Jackass”, gab vor kurzem bekannt, dass seine beste Quelle zu diesem Thema von inzwischen unglaublichen 60.000 Tonnen Gold (weltweiter Bestand etwa 165.000 Tonnen Gold) spricht, das entwendet wurde. Dieser Skandal ist bis jetzt noch nicht an die Öffentlichkeit vorgedrungen, was aber schon sehr bald passieren wird.

Jetzt mal Klartext:

Warum der Libor-Betrug aufgedeckt und dieses Verbrechen nicht wie üblich unter den Teppich gekehrt wurde, und welche höhere Macht dieses Manöver kontrolliert und orchestriert kann im Moment noch nicht beantwortet werden. Was man aber sagen kann: Es wird höchste Zeit das eine breite Öffentlichkeit das erfährt, was unter Insidern schon lange bekannt ist.

In der Finanzbranche, der Politik und Wirtschaft wird manipuliert, gelogen und betrogen, dass sich die Balken biegen. Ob es nun um die Bilanzen der Großbankster, um Arbeitslosenzahlen, Inflationsraten, Wirtschaftsdaten oder was auch immer geht. Die Liste der Betrügereien könnte problemlos weiter fortgesetzt werden, aber das würde den Rahmen dieses Artikels sprengen.


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